Selten hat uns auf Anhieb ein Produkt so fasziniert wie die Quaint-Wanduhren. Schon auf Bildern waren sie schön genug, um spontan zu beschliessen: Das muss auf designerwatches.ch. Als dann die erste Lieferung eintraf, waren wir erst mal sprachlos.

Dass man in Japan ausserordentliche Qualität produzieren kann, ist nicht wirklich neu. Was aber die Giesserei Lemnos hier abliefert, ist faszinierend. Basis für die drei verschiedenen Quaint-Uhren ist Messing, also eine Legierung aus Kupfer und Zink, die man schon gut 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung kannte. Erst im 17. Jahrhundert aber war man in der Lage, Messing im grösseren Stil herzustellen.

Das eigentliche Zifferblatt der 25 cm grossen Quaint-Uhr wird also voll aus Messing gegossen. Das gibt ihr ein stattliches Gewicht von 1,4 kg – man spürt den Wert der Uhr schon hier. Die leicht rauhe Oberfläche entsteht dank des traditionellen Gussprozesses. Danach wird je nach Ausführung der Finish appliziert, dies in der traditionellen Technik mit dem zungenbrecherischen Namen “Nuka yaki shudo-shoku”.

Die erhabenen Indexe werden dann bei allen Varianten auf der Oberseite ganz vorsichtig auf Hochglanz poliert. So entsteht ein atemberaubender Kontrast zwischen der rauhen Oberfläche und dem glänzenden Messing der Indexe und der Zeiger.

Das hochwertige, batteriebetriebene Quarzwerk ist nicht eines mit lästigem Sekundensprung, sondern der Sekundenzeiger bewegt sich absolut gleichmässig und lautlos.

Die Quaint Black: Rostlook durch gezielte Behandlung der patinierten Messingoberfläche mit Hitze und Chemikalien.

Messingguss ist Schwerstarbeit: Bilder aus der Produktion

Danach kommt die Uhr in die Hände des Meisterhandwerkers Koji Orii. Er gilt als einer der ganz grossen Spezialisten und Künstler in Sachen Oberflächen und vertritt eine neue Generation, die in der japanischen Stadt Takaoka das traditionelle Handwerk der Kupferbearbeitung wieder richtig aufleben lässt. “Momentum Factory” heisst seine Werkstatt (siehe Bilder), in der er an Oberflächenbarbeitungen tüftelt. Und dies natürlich nicht nur für Uhren, sondern für japanische Teezeremonieutensilien, buddhistische Statuen, Vasen etc.

Drei verschiedene Typen der Quaint sind erhältlich. Beim Modell “Quaint Silver” wird pures Silber auf die patinierte Oberfläche aufgetragen. Das Modell “Quaint Green” kriegt seinen grünen “Rost” durch eine gezielte Behandlung der patinierten Oberfläche mit Ammoniakgas. Und die “Quaint Black” erhält ihren umwerfenden Rostlook durch Hitze und Chemikalien.
Die Quaint-Modelle passen hervorragend zu modernem Interieur, beispielsweise auf eine Rohbeton- oder Backsteinwand. Aber auch in traditionelleren Umgebungen stechen sie heraus, dies aber keineswegs schreierisch, sondern durch höchste Eleganz. Erstaunlich ist der Preis – für 590 Franken erhalten Sie ein wahres Kunstwerk in einer hervorragenden Qualität.

Sie merken es vielleicht – wir sind wirklich zu grossen Liebhabern dieser Uhren geworden, und natürlich hängen sie auch bei uns zuhause.