Uhrengläser

Das Glas von Armbanduhren hat mehrere Funktionen. Es ist einereseits ein wichtiges Designelement, andererseits muss es die Uhr zuverlässig vor äusseren Einflüssen schützen.

Jede Art von Gläsern hat ihre Vor- und Nachteile:

Kunststoff- / Plexigläser

Diese Gläser waren früher sehr verbreitet und gelangen auch heute noch zum Einsatz. Sie sind leicht, in der Herstellung relativ günstig und haben den grossen Vorteil, dass sie etwas flexibel sind. Sie haben einen ausgestülpten Rand, was es erlaubt, sie mit einer dünnen Lunette zu fixieren. Dazu muss diese Lunette nicht abgenommen werden, sondern mit einer speziellen Zange wird das Glas radial zusammengedrückt, und wenn es unter der Lunette liegt, wieder losgelassen. Bei den Junghans-Uhren aus der Max Bill- und aus der Meister-Linie werden diese Gläser verwendet. Sie sorgen mit ihrer charakteristischen Wölbung für den authentischen Look der fünfziger und sechziger Jahre, als die meisten Uhren mit solchen Gläsern ausgestattet waren.

Der Nachteil dieser Gläser liegt darin, dass sie zerkratzen können. Junghans benutzt ausschliesslich Kunststoffgläser mit einer transparenten SICRALAN-Beschichtung. Diese stammt ursprünglich aus dem Automobilbau und bewirkt eine erhöhte Kratzfestigkeit, eine verbesserte Beständigkeit gegen UV-Strahlen und Chemikalien sowie eine intensiveren Glanz des Glases.

Die Kunststoffgläser können in der Regel für wenig Geld ersetzt werden.

Saphirgläser

Saphirgläser werden bei hochwertigen Uhren gerne verwendet. Sie sind in der Herstellung relativ teuer, besonders bei grösseren Durchmessern. Ein gewölbtes Saphirglas muss immer aus einem vollen Rohling herausgearbeitet werden, in einem sehr aufwändigen Verfahren. Saphirgläser haben den Vorteil, dass sie äusserst kratzfest sind. Oft werden sie noch mit Antireflexbeschichtungen versehen, die aber wiederum den Nachteil haben, dass sie zerkratzen können.

Mineralgläser

Diese Gläser sind nach wie vor die am weitesten verbreiteten. Sie sind in der Produktion relativ günstig, sind aber nicht kratzfest. Es gibt davon unterschiedliche Qualitäten und Härtegrade. Mit Beschichtungsverfahren kann die Kratzfestigkeit ein wenig erhöht werden.